Unternehmensgeschichte

GEMBIRDs Gründer über die Unternehmensgeschichte (Text wurde im englischen Original belassen):

Gembird Europe BV has been founded in 1997 in the Netherlands by IT-professionals with ambitions to become a market leader in the field of computer accessories and peripherals.

Von Anfang an bestand die Unternehmensstrategie darin, eigene innovative Computerprodukte zu entwickeln. Die ersten Kunden von Gembird wurden durch das moderne, elegante Design, spezielle Funktionen sowie die robuste Bauweise der „Silver Shield“-Überspannungsschutzgeräte angezogen. Auf diesen ersten Erfolg folgten weitere Innovationen und eine Diversifizierung des Produktportfolios im Bereich Computerprodukte – darunter mobile Racks mit besonderen Funktionen, modulare KVM-Switches sowie KVM-Switches mit Power-Management, MUSORFO-Omni-Scrolling- und MUSTORO-Touch-on-Wireless-Mäuse - allesamt erstmals in dieser Form auf dem Computermarkt.

Gembird gehörte zudem zu den Pionieren, die eine eigene externe Festplattenlösung unter dem Namen „Flexi-Drive“ auf den Markt brachten. Endanwender wurden dazu ermutigt, Festplatten wie Disketten zu verwenden. Während einige zeitgenössische Kritiker diese damals neuartige Idee nicht nachvollziehen konnten, erkannte die treue Kundenbasis die Vision des Unternehmens an.

Bis zum Jahr 2000 war die Forschungs- und Entwicklungsabteilung weitgehend ausgereift. Neben mechanischem, elektrischem, PCB-, Firmware- und Softwaredesign begann das Unternehmen zudem mit der Entwicklung eigener integrierter Schaltkreise (ICs) – zunächst für die eigene Produktreihe von USB-Konvertern.

In den Jahren 2001 bis 2003 folgte eine starke Expansion. Das Unternehmen eröffnete eigene Produktionsstätten in China, zunächst in Zhuhai und später in Shenzhen und Ningbo. Dies geschah nicht nur mit dem Ziel, die Produktionskosten zu senken, sondern auch, die Qualitätskontrolle vollständig selbst in der Hand zu behalten. Die Qualitätssicherung hatte für Gembird stets höchste Priorität, und die Verlagerung zur Eigenproduktion hob dieses Niveau auf eine neue Stufe. Kurz darauf wurden die Werke nach ISO-9001 zertifiziert, und der neue Unternehmensslogan „Shaping perfection“ wurde eingeführt.

Seit 2001 präsentiert Gembird seine Innovationen jährlich auf der CeBIT in Deutschland. Die Produkte des Unternehmens wurden mit zahlreichen Auszeichnungen in führenden europäischen Fachzeitschriften wie PC World, PC Go und Computer Bild geehrt. Einige neue Ideen, wie beispielsweise das e-Mic, galten damals möglicherweise als zu revolutionär. Dennoch halfen diese Produkte Gembird dabei, neue Märkte zu erschließen und verschafften dem Unternehmen den Ruf eines innovationsstarken Spezialisten.

Die Entwicklung des E-Paper-Printer, eines Vorläufers des iPads, wurde 2010 mit einem europäischen Förderpreis ausgezeichnet und 2012 von der CES in Las Vegas für den Innovationspreis nominiert. Seit diesem Zeitpunkt arbeitet Gembird verstärkt darauf hin, energieeffiziente und umweltfreundliche Technologien zu fördern, unter anderem durch die Einführung der neuen Marke EnerGenie, die sich auf energiesparende und umweltfreundlichen Produkte konzentriert.

In den Jahren 2005 bis 2007 expandierte Gembird seine Aktivitäten in China und wurde dadurch auch auf dem schnell wachsenden chinesischen Binnenmarkt zunehmend bekannt. Trotz der Finanzkrise setzte das Unternehmen auch in Europa sein Wachstum und seine Weiterentwicklung fort. Bis 2005 verfügte Gembird über fünf Niederlassungen und hatte ein starkes Vertriebsnetz in mehr als 40 Ländern aufgebaut. Im neu errichteten europäischen Hauptsitz

entwickelte Gembird RFID-Technologien, die zur Grundlage seiner erstklassigen Logistikdienstleistungen wurden. Zudem etablierte sich das Unternehmen zunehmend als einer der bedeutenden Akteure im Bereich Computerzubehör in Europa. Die eigenen Produktionsstätten ermöglichten es Gembird, insbesondere bei Massenprodukten wie Kabeln erfolgreich über den Preis zu konkurrieren. Überraschenderweise erforderten selbst diese scheinbar einfachen Produkte ein technisches Know-how, das weit über die Fähigkeiten durchschnittlicher Händler oder Distributoren hinausging. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Verkaufszahlen schließlich auf mehrere Millionen Einheiten pro Jahr anstiegen. Als Reaktion auf diesen Trend stärkte Gembird gezielt sein Image als zuverlässiger und kompetenter Kabelanbieter, was schließlich zur Einführung einer eigenständigen Marke führte - CablExpert.

Um das Jahr 2014 erkannte Gembird eine erhebliche Marktlücke für OEM-Dienstleistungen in Europa. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Europa praktisch keine Anbieter, die maßgeschneidertes Computerzubehör unter Kundenmarke sowohl für kleine als auch große Unternehmen anboten.

Die Low-Cost-Unternehmensstrategie mit einem starken Fokus auf Automatisierung hat es Gembird ermöglicht, erfolgreich mit den offensivsten chinesischen Lieferanten zu konkurrieren. Dieser OEM-Ansatz führte dazu, dass Gembird von den größten Einzelhandelsketten des Kontinents wahrgenommen wurde. Gleichzeitig verlor China an Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt, und Gembird entwickelte den Wunsch, die Produktion nach Europa zu verlagern.

Dies führte dazu, dass Gembird in die Produktion in der Ukraine investierte – einem Land, das seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa ausbauen möchte. Die deutlich verkürzten Lieferzeiten und reduzierten Produktkosten ermöglichten es dem Unternehmen, seine Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken.

Die COVID-19-Pandemie erschütterte die Welt Anfang 2020. Trotz der Schwere dieser Krise bleibt Gembird dank seiner stark digitalisierten Abläufe zuverlässig, stabil, wettbewerbsfähig, innovativ und in der Lage, den Bedarf an Computerlösungen im Heimbereich zu decken. Bei Gembird arbeiten wir kontinuierlich daran, noch ansprechendere Produkte und innovative Ideen zu entwickeln, die in diesem Moment Realität werden.